Zusätzliche Hallenkapazität kann ein Unternehmen kurzfristig entlasten. Sie kann aber ebenso neue Wege, zusätzliche Transporte und kompliziertere Abläufe verursachen. Ob die Auslagerung von Flanschen, Rohlingen oder anderen schweren Stahlprodukten sinnvoll ist, entscheidet sich deshalb nicht allein an der verfügbaren Fläche.
Wichtiger ist das Zusammenspiel aus Bestandsstruktur, Zugriffshäufigkeit, Handling und Versorgungskonzept.
Ein externer Lagerstandort funktioniert besonders gut, wenn klar definiert ist:
Die entscheidende Frage lautet daher nicht: Wie weit ist das Lager entfernt?
Sondern: Welche Funktion soll der externe Standort innerhalb der Lieferkette übernehmen?
Flansche oder andere Stahlprodukte sind bereits produziert, können aber noch nicht ausgeliefert werden. Gründe können verschobene Projekttermine, spätere Abruffenster oder Verzögerungen auf Kundenseite sein.
Solche Bestände blockieren häufig Fläche, obwohl sie für die laufende Produktion nicht mehr benötigt werden. Eine externe Zwischenlagerung kann die eigene Halle entlasten, ohne dass der Produktionsfluss verändert werden muss.
Größere Projekte erfordern häufig Mengen, die nicht vollständig zu einem einzigen Termin ausgeliefert werden. Teile des Bestands werden deshalb über Wochen oder Monate vorgehalten.
Sind Abrufmengen und Termine grundsätzlich planbar, lassen sich diese Bestände gut extern lagern und entsprechend dem Projektfortschritt bereitstellen.
Standardprodukte können dauerhaft wertvolle Hallenfläche belegen, obwohl nur unregelmäßig auf sie zugegriffen wird.
Gerade bei schweren oder großvolumigen Produkten kann es sinnvoll sein, langsam drehende Bestände von den häufig benötigten Artikeln zu trennen. Die operativen Kernflächen bleiben dadurch für Waren verfügbar, die täglich bewegt oder kommissioniert werden.
Rohlinge und Vormaterialien lassen sich auslagern, wenn sie nicht kurzfristig in die Produktion einfließen müssen. Voraussetzung ist, dass die Bestände eindeutig gekennzeichnet, sicher gehandhabt und rechtzeitig wieder bereitgestellt werden können.
Bei Materialien mit häufig wechselndem oder nur schwer vorhersehbarem Bedarf kann die externe Lagerung dagegen unnötige Sonderfahrten verursachen.
Bereits zugeordnete und für einen späteren Versand vorgesehene Bestände eignen sich häufig für eine externe Lagerung. Entscheidend ist eine klare Kunden-, Auftrags- oder Projektzuordnung.
So kann die Ware außerhalb des Werks bereitstehen, bis der konkrete Liefertermin erreicht ist.
Nicht jeder Bestand sollte ausgelagert werden. Ungeeignet sind vor allem Artikel, auf die kurzfristig, häufig oder ungeplant zugegriffen werden muss.
Dazu zählen insbesondere:
Eine Auslagerung ist keine gute Lösung, wenn sie die interne Fläche entlastet, dafür aber täglich neue Abstimmungs- und Transportprobleme erzeugt.
Ein externer Lagerstandort kann auch 100 Kilometer entfernt sinnvoll sein, wenn die Bestände nur wenige Male pro Woche oder auftragsbezogen abgerufen werden.
Umgekehrt kann selbst eine nahe gelegene Halle ungeeignet sein, wenn einzelne Artikel mehrfach täglich und ohne Vorlauf benötigt werden.
Für die Entscheidung sind vor allem folgende Fragen relevant:
Eine externe Halle sollte nicht nur als Abstellfläche dienen. Richtig eingebunden kann sie als versorgender Standort zwischen Produktion, Werk und Kunde funktionieren.
Für regelmäßige regionale Abrufe kann DENKINGER die Belieferung per E-Lkw in das Lagerkonzept einbinden. Feste Transportfenster helfen dabei, Bereitstellung, Warenannahme und Fahrzeugauslastung planbar zu organisieren.
Bei größeren und gebündelten Stahlmengen kann auch die Schiene sinnvoll sein. DENKINGER verbindet eigene Gleisanschlüsse mit Umschlag, Zwischenlagerung und Weitertransport.
Die Schiene eignet sich insbesondere für:
Je seltener und planbarer der Zugriff, desto besser eignet sich ein Bestand für die externe Lagerung.
Artikel, Chargen, Aufträge und Kunden müssen eindeutig identifizierbar bleiben.
Abmessungen und Stückgewichte müssen zur verfügbaren Stapler-, Kran- und Schwerlasttechnik passen.
Zwischen Abruf und Bereitstellung muss ein realistisches Zeitfenster vereinbart werden.
Feste Liefertage oder Abruffenster sind meist wirtschaftlicher als viele kurzfristige Einzeltransporte.
DENKINGER verbindet Hallenkapazitäten mit Handling, Bestandsführung, Verladung und Weitertransport. Abhängig von Produkt, Menge und Abrufstruktur kann daraus ein zusätzlicher Logistikstandort entstehen, der die eigenen Flächen entlastet und gleichzeitig eine planbare Versorgung sicherstellt.
Sie möchten Flansche, Rohlinge oder andere schwere Stahlprodukte extern lagern? Senden Sie uns kurz die wichtigsten Eckdaten. Wir prüfen, ob sich Ihre Bestände sinnvoll in unsere Lager- und Transportlogistik integrieren lassen.
DENKINGER GmbH
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